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Zottiger Schillerporling

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Ein Baumpilz.

Er sieht pittoresk aus. An dem einen oder anderen Baum auf der Wiese Mühlenkampstraße klebt ein zottiger Schillerporling. Im Frühsommer ist er leuchtend orange und macht sich sehr gut auf Fotos.

Für den Baum ist er ein Desaster. Der zottige Schillerporling findet über Wunden Einlass in den Baum. Abgebrochene Äste, zerschrammte Stämme oder schlecht gesetzte Sägeschnitte sind solche Wunden.

Nach seinem Einzug in den Baum verursacht er eine massive Weißfäule. Das bedeutet, er zersetzt das Holz und der Baum wird instabil. Wenn sich der Fruchtkörper erst einmal gebildet hat ist dies ein Zeichen, dass sich der Pilz schon sehr gut im Baum etabliert hat. Nun kann der Baum nur noch beobachtet werden. Wenn er instabil wird sollte die Krone abgenommen werden. Das Baumskelett dient dann als Habitatbaum für Insekten, Vögel, Fledermäuse oder auch Mauswiesel.

Verbreitet ist der zottige Schillerporling auf der ganzen Welt in den nördlichen subtropischen bis zu den gemäßigten Breiten. Er ist ein Profiteur des Klimawandels und gelangt mit den steigenden Temperaturen immer weiter nach Norden.

Seine Lieblingsbäume sind Apfelbäume (zu unserem Pech), gemeine Eschen, Platanen, Mehlbeeren und Walnuss.

Was bedeutet das für die Wiese an der Mühlenkampstraße?

Es sind einige Bäume von dem Zottigen Schillerporling befallen. Besonders zur Erntezeit ist die Wiese gut besucht. Große Obstlast, vor allem nach Regenschauern oder kombiniert mit starkem Wind können zum Abbruch von Ästen führen. Also Vorsicht! Die Kronen sollten rechtzeitig abgenommen werden um die Gefahr zu minimieren. Als Habitatbäume sind die Baumreste ökologisch sehr wertvoll.

Weiterführende Links:

Baumkontrolle-im-Netz.de

arbofux.de