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Wie fördere ich Nützlinge im Garten?

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Ohne Chemie gegen Blattläuse & Co.

Nützlinge im Garten zu fördern ist eine hervorragende Methode, um Schädlinge natürlich in Schach zu halten und die Biodiversität zu erhöhen. Hier sind bewährte Tipps und Maßnahmen, die Nützlinge anziehen und ihnen einen idealen Lebensraum bieten:

Blühende Pflanzen: Eine Vielfalt an Blühpflanzen lockt bestäubende Insekten wie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge an. Besonders heimische, nektarreiche Wildpflanzen wie Kornblume, Ringelblume, Lavendel und Sonnenhut sind ideal.

Kräuter: Viele Nützlinge nutzen Kräuter wie Thymian, Oregano und Dill als Nahrungsquelle und Rückzugsort. Lässt man Kräuter blühen, sind sie besonders attraktiv.

Blühstreifen: Ein Bereich mit Wildblumen oder Staudenarten schafft zusätzliche Nahrung und Lebensraum für viele Nützlinge.

Insektenhotels: Bieten Wildbienen, Marienkäfern und Florfliegen ein Zuhause. Sie sollten an sonnigen, windgeschützten Orten platziert werden.

Totholz und Steinhaufen: Diese bieten Unterschlupf für Nützlinge wie Raubwanzen, Spinnen und Laufkäfer.

Bodennahe Verstecke: Holzscheiben, Laub- und Steinhaufen sind ideal für Käfer und Igel, die Schnecken und andere Schädlinge fressen.

Vogelhäuser und Nistkästen: Vögel wie Meisen, Rotkehlchen und Spatzen sind wertvolle Helfer gegen Raupen und Käferlarven.

Kompost: Kompost liefert wertvolle Nährstoffe für den Boden und zieht Regenwürmer und andere Bodenorganismen an, die das Erdreich auflockern und Humus produzieren.

Mulchen: Mulchschichten aus Rasenschnitt, Laub oder Holzspänen schützen den Boden und fördern die Besiedlung durch Regenwürmer und Mikroorganismen zwischen Blumen und Gemüse.

Keine chemischen Dünger und Pestizide: Chemische Mittel schädigen Nützlinge und stören das Gleichgewicht im Boden. Besser sind natürliche Dünger wie Kompost oder Mist.

Pflanzen für Marienkäfer und Florfliegen: Doldenblütler wie Dill, Fenchel und Schafgarbe ziehen Marienkäfer und Florfliegen an, die sich von Blattläusen ernähren.

Pflanzen für Schwebfliegen: Korbblütler wie Ringelblume, Kamille und Sonnenhut sind ideale Nahrungsquellen für Schwebfliegen, deren Larven ebenfalls Blattläuse fressen.

Kräuter für Schlupfwespen: Thymian, Majoran und Pfefferminze bieten Schlupfwespen Nahrung, die dann Schädlinge wie Raupen und Blattläuse parasitieren.

Teich anlegen: Ein Gartenteich lockt Frösche, Kröten und Molche an, die Insekten, Schnecken und Mückenlarven fressen.

Stein- und Holzhaufen: Diese dienen Eidechsen und Blindschleichen als Sonnenplatz und Schutzort. Sie helfen dabei, Schnecken und andere Bodenschädlinge zu kontrollieren.

Flache Wasserstellen: Kleine Wasserquellen, wie ein Vogelbad oder eine flache Schale mit Wasser und Steinen, bieten Tränken für Insekten und Vögel.

Keine künstliche Beleuchtung: Nachtaktive Nützlinge wie Fledermäuse und bestimmte Insekten werden durch künstliches Licht gestört. Falls Beleuchtung notwendig ist, sollte sie sparsam und abschaltbar sein.

Frühe und späte Blüher: Pflanzen, die im Frühjahr und Herbst blühen, bieten Nützlingen auch in den Randzeiten Nahrung (z. B. Krokusse, Schneeglöckchen im Frühjahr und Herbstastern, Efeu im Spätsommer und Herbst).

Überwinterungsquartiere schaffen: Laubhaufen, Hecken und nicht abgeerntete Pflanzenstängel im Winter lassen viele Nützlinge überwintern.

Blätter und abgestorbene Pflanzen im Winter stehen lassen: Diese bieten Überwinterungsmöglichkeiten für Marienkäfer, Florfliegen und andere nützliche Insekten.

Schonende Bodenbearbeitung: Häufiges Umgraben stört das Bodengefüge und zerstört Lebensräume. Besser ist das Mulchen oder nur oberflächliches Lockern der Erde.

Diese Maßnahmen fördern die Ansiedlung und das Wohlbefinden von Nützlingen im Garten, was zur natürlichen Schädlingskontrolle und einem gesunden Gartenökosystem beiträgt.