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Nützlinge im Garten: Meisen

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Welches sind die häufigsten Meisenarten bei uns im Garten? Wie viele Insekten fängt ein Meisen-Paar während der Brutzeit? Und wie kann ich es ihnen in meinem Garten gemütlich machen?

In deutschen Hausgärten begegnen uns am häufigsten folgende Meisenarten:

Erkennungsmerkmale:
Die größte Meisenart in Deutschland mit gelbem Bauch und schwarzem „Längsstrich“, grünlichem Rücken und schwarzem Kopf mit weißen Wangen.

Verhalten:
Kohlmeisen sind sehr anpassungsfähig und häufige Besucher an Futterstellen. Sie brüten gerne in Nistkästen oder Baumhöhlen.

Erkennungsmerkmale:
Kleiner als die Kohlmeise, mit einem blauen Kopf, weißen Wangen und gelbem Bauch. Der Rücken ist grünlich, die Flügel und der Schwanz sind blau.

Verhalten:
Blaumeisen bevorzugen ebenfalls Nistkästen und fressen besonders gerne kleinere Samen und Fettfutter.

Erkennungsmerkmale:
Kleiner als Kohl- und Blaumeise, mit schwarzem Kopf und weißem Nackenfleck. Der Bauch ist grau-weiß, der Rücken leicht grünlich.

Verhalten:
Tannenmeisen sind seltener in Gärten zu sehen, aber in der Nähe von Wäldern und an Futterstellen im Winter durchaus präsent.

Erkennungsmerkmale:
Braun-beige Färbung, glänzend schwarze Kopfkappe und weiße Wangen.

Verhalten:
Sumpfmeisen sind oft in waldnahen Gärten zu finden. Sie brüten selten in Nistkästen, bevorzugen natürliche Höhlen.

Erkennungsmerkmale:
Schwarze Haube mit weißen Akzenten, grau-brauner Körper.

Verhalten:
Seltener Gast in Gärten, eher in Nadelwäldern anzutreffen. Sie besuchen Futterstellen nur gelegentlich.

Erkennungsmerkmale:
Ähnelt der Sumpfmeise, hat jedoch eine matte schwarze Kopfkappe und leicht abweichende Stimme.

Verhalten:
Weniger häufig in Gärten, vor allem in waldreichen Regionen anzutreffen.

Besonders häufige Besucher im Winter:

Kohlmeisen und Blaumeisen dominieren die Futterstellen in Hausgärten, da sie sehr anpassungsfähig sind. Seltener kommen Tannenmeisen und Sumpfmeisen hinzu, vor allem in waldnahen Gebieten.

Diese Arten profitieren von naturnahen Gärten mit reichlich Nahrung und Nistmöglichkeiten.

Ein Meisenpaar kann während der Brutzeit eine beeindruckende Menge an Insekten fangen, insbesondere wenn sie Jungvögel zu versorgen haben. Die Anzahl hängt von der Art der Meisen (z. B. Kohlmeise, Blaumeise) und der Größe des Geleges ab, aber hier sind typische Werte:

Ein Meisenpaar kann während der Fütterungsphase ihrer Jungen täglich 500 bis 1.000 Insekten und Spinnen fangen. Dies umfasst sowohl erwachsene Insekten als auch Larven (z. B. Raupen), die besonders proteinreich sind.

Im Verlauf einer gesamten Brutperiode, die mehrere Wochen dauert, können Meisenpaare mehrere tausend Insekten fangen, oft zwischen 10.000 und 15.000.

Meiseneltern fliegen bis zu 400-mal täglich zum Nest, um Futter zu bringen, wobei sie oft mehrere Insekten pro Flug transportieren.

Meisen tragen damit erheblich zur Kontrolle von Schadinsekten bei, insbesondere in Gärten, Wäldern und landwirtschaftlichen Gebieten. Raupen, Blattläuse und kleine Käfer gehören zu ihren Hauptbeutetieren.

Meisen können wir im Garten auf verschiedene Weise unterstützen, um ihnen Nahrung, Nistmöglichkeiten und Schutz zu bieten. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:

Nistkästen aufhängen:
Hängung von speziell für Meisen geeignete Nistkästen auf. Der Durchmesser des Einfluglochs sollte etwa 26–32 mm betragen, damit größere Vögel wie Stare nicht eindringen können.

Platzierung:
Die Nistkästen sollten in etwa 2–3 Metern Höhe angebracht werden, vorzugsweise an Bäumen oder Hauswänden mit wenig direkter Sonneneinstrahlung und nicht in der prallen Sonne.

Reinigung:
Reinigen der Kästen nach der Brutzeit im Herbst, um Parasiten zu entfernen.

Natürliche Nahrung:
Förderung der Vielfalt von Insekten durch das Anpflanzen heimischer Pflanzen, insbesondere solcher, die Raupen und Blattläusen Lebensraum bieten, z. B. Wildrosen, Holunder oder Weiden.

Winterfütterung:
Bereitstellen von Futter im Winter, wie ungesalzene Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und Fettknödel. Die Futterspender sollten katzensicher aufgehängt werden.

Verzicht auf Pestizide:
Chemische Pflanzenschutzmittel schaden Insekten und damit auch den Meisen. Natürliche Schädlingskontrolle ist besser.

Vielfalt im Garten:
Strukturreiche Umgebung mit Hecken, Bäumen und Sträuchern bieten Schutz vor Raubvögeln und Unwettern.

Totholz und Laubhaufen:
Totholz oder Laubhaufen im Garten bieten Insekten, die von Meisen gefressen, einen Lebensraum.

Wasserschalen:
Flache Wasserschalen sind sehr wichtige Trink- und Bademöglichkeiten, insbesondere im Sommer.

Pflanzen für Insekten:

Das Pflanzen von Blumen und Kräuter, die Insekten wie Schmetterlinge, Bienen und Fliegen anziehen. Beispiele: Lavendel, Margeriten und Klee.

Futterstellen in der Nähe von Bäumen:

Das Aufstellen Futterstellen in der Nähe von Bäumen oder Sträuchern, damit die Vögel Deckung finden.

Katzensicherer Garten:

Das Anbringen von Nistkästen und Futterstellen so an, dass Katzen sie nicht erreichen können.

Fenster sichern:

Vorsicht Kollisionsgefahr – Bitte Fenster mit Fensterfolien oder sichtbare Markierungen sichern.

Diese Maßnahmen helfen Meisen nicht nur direkt, sondern fördern auch die ökologische Balance im Garten.