Heute haben wir auf der Streuobstwiese beraten wie wir die beim Baumschnitt anfallenden Edelreiser bis zur Veredelung im Februar und März lagern können. Feuchte Erdkeller stehen uns nicht zur Verfügung.
Meine Recherche im Internet ergab, dass es unterschiedliche Methoden gibt. Die Essenz ist, dass die Edelreiser nicht austrocknen dürfen, daher werden sie mit Moos bzw. Zeitungspapier umwickelt. Die Lagerung sollte kühl sein, aber nicht zu kalt. Die Gefriertruhe scheidet aus. Optimal sind Temperaturen zwischen 0 und 2 Grad.
Hier eine Sammlung der Links für die Lagerung von Edelreisern. Mir persönlich gefällt die Methode und die Beschreibung der Arge Streuobst sehr gut. Sie ist für mich am einfachsten umzusetzen.
Beim LWG Bayern werden die Edelreiser mit Moos umwickelt und in einer durchlöcherten Plastiktüte bei 0 Grad C im Kühlschrank gelagert.
Die Arge Streuobst aus Österreich schlägt eine gute und sehr praktikable Methode vor. Hier werden die Edelreiser in Zeitungspapier und eine Plastiktüte eingeschlagen und im Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahrt.
Auf der Web-Seite „Selbst veredeln“ wird neben anderen Möglichkeiten auch die Lagerung im Kühlschrank bei 2 Grad C vorgeschlagen.
Das „blühende Salzburg“ schlägt auch die Lagerung in Zeitungspapier und dann in einer Plastiktüte vor.
Das biologische Zentrum Coesfeld beschreibt sehr gut wie eine Lagerung in einer Erdgrube gelingen kann.
Wir werden in diesem Jahr zum Teil einige Edelreiser geschenkt bekommen und auch selbst welche schneiden. Es sind zwar noch nicht alle Apfelsorten bestimmt, aber wir behelfen uns mit der Baumnummer mit der wir die Reiser kennzeichnen.


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