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Nina, Alex und die Blühinsel

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Nina und Alex standen mit schmutzigen Händen mitten auf der alten Obstwiese. Neben ihnen lagen kleine Pflanzschaufeln, ein Gießkanne und eine bunte Kiste mit jungen Pflanzen: Margeriten, Glockenblumen, Wiesensalbei und viele andere wilde Blümchen, die sie im Frühling in kleinen Töpfen aufgezogen hatten.

„Hier kommt noch eine Glockenblume hin“, sagte Alex und buddelte vorsichtig ein Loch.

„Und dazwischen Margeriten“, ergänzte Nina und setzte eine zarte Pflanze vorsichtig in die Erde.

Die beiden hatten in der Schule gelernt, wie wichtig Wildblumen für Insekten sind. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge – alle brauchen Nektar und Pollen. Doch in den Gärten der Stadt blühten oft nur gezüchtete Blumen, mit denen die Insekten nichts anfangen konnten.

„Aber wir haben doch gar keinen Garten!“, hatte Nina damals traurig gesagt.

Da hatte ihr Lehrer gelächelt und gesagt: „Manchmal muss man den Garten einfach woanders finden.“

Und so hatten Nina und Alex beschlossen, auf der alten Obstwiese am Ortsrand Blühinseln zu pflanzen – kleine bunte Flecken voller Leben.

Gerade als sie die letzten Pflänzchen gossen, kam eine Frau mit einem wuscheligen Hund vorbei.

„Was macht ihr denn da?“ fragte sie neugierig.

Alex richtete sich auf. „Wir legen eine Blühinsel an! Für Bienen und Schmetterlinge. Die brauchen Futter, und die Blumen hier sind genau richtig für sie.“

Nina nickte. „Wir haben sie selbst aus Samen gezogen – lauter heimische Wildblumen. Die wachsen gut hier, weil sie die Tiere schon lange kennen.“

Die Frau lächelte. „Das ist ja eine tolle Idee! Und das macht ihr einfach so?“

„Na klar“, sagte Alex. „Wir wollen helfen – auch ohne Garten.“

Der Hund schnupperte neugierig an der Gießkanne. Die Frau beugte sich hinunter und betrachtete die kleinen Pflänzchen. „Weißt du was? Ich erzähl das gleich meiner Enkelin. Die liebt Schmetterlinge.

Nina strahlte. „Dann sagt ihr, dass sie im Sommer hierherkommen soll. Wenn alles blüht, wird es richtig schön. Und es summt und flattert überall.“

„Das machen wir“, sagte die Frau. „Und ihr zwei – ihr seid echte Naturhelden.“